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Der Mond
- Das Zeichen des Mondes ist ein Halbkreis, der für die Seele und den Gefühlsbereich des Menschen steht. Seine runde Form erinnert an eine Bucht, die
Schutz und Geborgenheit gibt. Gleichzeitig wird mit diesem Bild die Sichel der zunehmenden Mondphase dargestellt. Sie verdeutlicht die grosse Dynamik und Wechselseitigkeit dieses kosmischen Prinzips. Das Symbol
kann aber auch als eine Art Hohlspiegel gesehen werden, der das Sonnenlicht sammelt und an die Erde weiterleitet.
- Der Mond bewegt sich nicht genau kreisförmig um die Erde, sondern auf einer ellipsenförmigen Umlaufbahn. Er hat einen Durchmesser von ca. 3.500 km und
ist damit nur ein winziges Staubkorn im Universum. Seine sich ständig verändernde Form hat die Menschheit seit jeher fasziniert und zu zahlreichen Sagen, Mythen oder auch nur kleinen Geschichten Anlass gegeben.
Während die Sonne mit männlichem Bewusstsein in Verbindung gebracht wurde, ist der Mond immer als weiblich angesehen worden, denn auch der weibliche Zyklus geht wie der Mondzyklus über 28 Tage. Die Göttinnen des
Mondes werden auf vielfältige Art beschrieben und sind entweder launisch, dunkel und grausam, oder lebenspendend und gefühlvoll. Sie heissen Demeter, Hera, Artemis, Hekate oder Persephone. Selbst die Jungfrau
Maria wurde früher häufig auf einer Mondsichel dargestellt.
- Der Einfluss des Mondes auf die Erde und seine Bewohner ist nicht zu unterschätzen. Er ist für den Wechsel von Ebbe und Flut verantwortlich, und warum
soll er dann nicht auch unsere Körpersäfte in Bewegung bringen können?
- Für die astrologische Deutung ist sehr wichtig, in welchem Stadium sich der Mond zur Zeit der Geburt befand. (Mondphasen <-können hier für den Geburtszeitpunkt berechnet werden) Der abnehmende Mond beschreibt eine Zeit der Konzentration und der Sammlung; alle Energien richten sich nach innen, und der Neumond stellt schliesslich den Höhepunkt dieser Entwicklung dar. Bei zunehmenden Mond passiert das Gegenteil: es ist die Zeit des Wachstums und der Äusserung der Gefühle, und wohl jeder ist bei Vollmond schon mal übermütig geworden oder war so unruhig, dass an Schlaf kaum zu denken war..... mehr zum Thema: -Mondphasen- -Finsternisse- -Viertel- -Zigeunermond-
- In der Astrologie steht der Mond, der dem Tierkreiszeichen Krebs zugeordnet ist, für das Unterbewusstsein des Menschen, seine Gemütslage, die
Fruchtbarkeit, die schöpferische Energie, das Zuhause, die Familie, die Mutter und die Empfänglichkeit für die Stimmungen anderer Menschen. An seiner Position im Horoskop ist u. a. erkennbar, ob der betroffene
Mensch eher launisch ist oder emotional stabil seinen Weg geht.
- Neben der Sonne ist der Mond das wichtigste Prinzip in einem Horoskop. Der Mond symbolisiert dabei die Seele, das Unterbewusste, Kindsein und Muttersein,
aber auch die Gebundenheit an Familie, Sippe, Heimat, Volk, sowie die Volks- und Massenseele. Die frühe Kindheit und die Erfahrung des Mütterlichen das Schutz und Geborgenheit vermittelt, prägen die seelische
Entwicklung des Kindes und machen es fähig, als Erwachsener selbst Schutz und Geborgenheit zu geben. Der Mond symbolisiert also die Einstellung zum Weiblich-Mütterlichen, das ursprüngliche Einssein und das
seelische Verwurzelt-Sein.
- Zeichen- und Hausstellung des Mondes im Horoskop zeigen, wo und wie man instinktmässig reagiert, die Art der Häuslichkeit, wie und in welchem
Lebensbereich man Geborgenheit und Zuflucht findet.
- Im männlichen Horoskop zeigt die Mondstellung die Erwartungen des Mannes an eine Partnerin, die Partnerwahl orientiert sich am Urbild der
mütterlich-weiblichen Erfahrung.
- Was ist noch über den Mond zu lesen : Der Mond verkörpert im Horoskop den Ort unserer intensivsten Gefühle. An dieser Stelle ist "unsere Haut am
dünnsten", wir sind verletzlich und sensibel. So wie der Mond in seinen unterschiedlichen Phasen das Licht der Sonne in passiver Weise aufnimmt beziehungsweise reflektiert, beschreibt der Mond im Radix
unseren Umgang mit Umwelteinflüssen, auf die wir gefühlsmässig reagieren. Wenn wir uns fragen, wann wir die uns eigene Art des Kontaktes mit Gefühlen erlernten, so werden wir auf die Eindrücke der frühen
Kindheit zurückverwiesen. Als Kind waren wir von den Eltern, älteren Geschwistern oder allgemein von der Umwelt abhängig, wir fühlten uns schutzlos und suchten nach Geborgenheit. Je nachdem, ob wir in einem
vertrauensvollen Klima, einem angstfreien Raum unsere Gefühlswelt erkunden durften oder ob wir uns infolge einer angsterregenden Behandlung durch die Familie abkapselten und den Kontakt zu unserer eigenen
Gefühlswelt verloren - unser späterer Umgang mit Emotionen wird wesentlich davon geprägt sein.
- An dieser Stelle erscheint der Hinweis angebracht, dass die Zuordnung der Mutter zum Mond, wie sie in der klassischen Astrologie in der Regel
vorgenommen wurde und auch heute noch in einigen Lehrwerken zu finden ist, der modernen Situation in keiner Weise mehr angemessen ist. In früherer Zeit mag (!) dies anders gewesen sein, denn die Mutter hatte in
vielen Familien einen direkteren Einfluss auf die seelische und emotionale Entwicklung des Kindes als der Vater. Davon kann heute keine Rede mehr sein, und wir müssen den Mond als das begreifen, was er
eigentlich ist: das Gefühls-Ich. Dass der Mond mit dem Kind und nicht mit den Eltern zusammenhängt, ist somit neu in der Astrologie herausgearbeitet worden.
- Der Herrschafts-Bereich des Mondes ist das 4. Haus und oder das Tierkreiszeichen Krebs.
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